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Der Arbeitsmarkt
bietet ein bizarres Bild: Während fast vier Millionen Menschen
keine Arbeit finden, finden viele Firmen keine Mitarbeiter.
Dies ist seltsam. Nach einer Studie der Personalberatung Manpower
haben gut ein Drittel der Arbeitgeber Schwierigkeiten, das passende
Personal zu finden.
Für
die Wirtschaftsweisen ist die Lage klar: "Die Profile der
Arbeitslosen und der offenen Stellen stimmen häufig nicht
überein". Das erklärt, "warum es für
viele Unternehmen immer schwerer wird, Stellen zu besetzen,
und gleichzeitig vier Millionen Menschen ohne Arbeit sind".
Arbeitsminister
Franz Müntefering will erreichen, dass auch die Langzeitarbeitslosen
profitieren und fordert einen Mindestlohn. Dabei bergen gerade
die Mindestlöhne die Gefahr, unproduktive Arbeitsplätze
zu vernichten, wenn sie für die Unternehmen zu teuer werden.
Kein Wunder, dass Wirtschaftswaise argumentieren, durch Mindestlöhne
werde nur die "Sockelarbeitslosigkeit zementiert".
So ist in Frankreich die Zahl der gering qualifizierten Arbeitslosen
deutlich gestiegen, nachdem die Regierung den Mindestlohn erhöht
habe.
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